Gemeinde Hatten zeigt kein Interesse an Beihilfen für Ausbildung von Kita-Kräften


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Gemeinde Hatten zeigt kein Interesse an Beihilfen für Ausbildung von Kita-Kräften 12.03.2024, 15:46 Uhr Der Landkreis will die Ausbildung in sozialen Berufen fördern, um die Personalknappheit in den Kitas damit zu lindern. Das Konzept stößt zumindest in Hatten verwaltungsseitig auf erhebliche Bedenken. Kinder einer Kindergartengruppe machen in einem Gruppenraum mit ihren Erzieherinnen während einer Bewegungseinheit eine Pause. dpa Gemeinde Hatten - In den Kindertagesstätten kneift es an allen Ecken und Enden: Stellen können nicht besetzt werden, Gruppen müssen zusammengelegt oder zeitweise geschlossen werden, Eltern bangen um die Betreuungsmöglichkeiten. Diese Einschätzung vom November vorigen Jahres in der NWZ hat immer https://www.nwzonline.de/oldenburgkreis/personalmangelin...gemeindehatten-meldetbedenken-an_a_4,1,339122050.html 12.03.24, 17:51 Seite 1 von 3
noch Gültigkeit. Thema war damals die Nachricht, dass der Landkreis Oldenburg die Ausbildung von Erzieherinnen, Erziehern, Sozialassistentinnen und Sozialassistenten durch Beihilfen fördern will. Ab August 2024 soll ein Förderprogramm greifen, das 43 Plätze im gesamten Landkreis umfasst. Die Vergabe werde anteilig über die Gemeinden geregelt, bei zu vielen Bewerberinnen und Bewerbern die Auswahl nach sozialen Aspekten vorgenommen, so der Plan. Im Jugendhilfeausschuss des Kreistages stimmten fast alle Mitglieder für das von der Kreisverwaltung vorgelegte Konzept. Angehende Sozialassistenten könnten so monatlich mit 340 Euro und Erzieher mit 440 Euro unterstützt werden. Der Etat beträgt 276 000 Euro im Jahr. Unverhohlene Kritik Zumindest in der Gemeinde Hatten stößt das Angebot verwaltungsseitig allerdings offensichtlich auf wenig Gegenliebe. Aus einer schriftlichen Anfrage der Ratsfraktion Team Hatten an die Gemeindeverwaltung geht hervor, dass unter anderem arbeitsrechtliche Bedenken angeführt werden. Die Verteilung der geringen Mittel sei schwierig, das gelte auch für die Tatsache, dass die Kommune keine Aussagen dazu treffen könne, wer nun gefördert werden solle und wer nicht. Der im Jugendhilfeausschuss des Kreises beratene Entwurf sei nicht an die Gemeinden mit der Bitte um eine Stellungnahme gegeben worden, so die unverhohlene Kritik. In der Hatter Verwaltung gäbe es keine personellen Kapazitäten, um den formellen Vorgaben und arbeitsrechtlichen Schwierigkeiten gerecht zu werden. Notwendig sei vielmehr eine Reform der Ausbildung auf Landesebene. Mit einem Dringlichkeitsantrag, über den im Gemeinderat am https://www.nwzonline.de/oldenburgkreis/personalmangelin...gemeindehatten-meldetbedenken-an_a_4,1,339122050.html 12.03.24, 17:51 Seite 2 von 3
.QQnner.s.tag, 14. März, abgestimmt wird, will die Fraktion Team Hatten die Diskussion in den Rat bringen. „Der Antrag sollte in einen der nächsten Fachausschüsse verwiesen werden, da aus hiesiger Sicht ein gewisser Zeitdruck besteht", so Fraktionssprecher Walter Schleef. Er moniert, dass die Verwaltung bislang aus eigenem Antrieb nicht die Fraktionen informiert habe. Zu den Fragen, die er in diesem Zusammenhang stellt, gehören: Wie will die Gemeinde an den Sozialberufen Interessierte erreichen, um die oben genannten Fördermöglichkeiten zu kommunizieren? Wie viele Auszubildende könnten in 2024 und ab 2025 gefördert werden? Keine Bewegung In dem von Bürgermeister Guido Heinisch unterschriebenen Antwortschreiben an das Team Hatten wird die „absolute Notwendigkeit einer Attraktivitätssteigerung der Ausbildung" zur Erzieherin und Sozialassistentin betont. Die entscheidenden Akteure — Bund und Länder — bewegten sich allerdings nicht. Gäbe es endlich eine praxisintegrierte oder duale Ausbildung, würde die Verwaltung „sofort" dem Rat entsprechende Stellen im Stellenplan vorschlagen. Weitere Themen am Donnerstag ab 17 Uhr im Rat: die Ernennung des stellvertretenden Ortsbrandmeisters in Sandhatten, ein Satzungsbeschluss für einen kleinen Bebauungsplan in Kirchhatten, die gestiegenen Ausgaben beim Wohngeld und ein Antrag des Team Hatten zur Stärkung der Jugendarbeit. https://www.nwzonline.de/oldenburgkreis/personalmangelin...gemeindehatten-meldetbedenken-an_a_4,1,339122050.html 12.03.24, 17:51 Seite 3 von 3



