100.000.- Euro für den Kunstrasenplatz


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100 000 Euro für Kunstrasenplatz KOMMUNALPOLITIK Gemeinderat stimmt mit großer Mehrheit für Nachtragshaushalt VON WERNER FADEMRECHT SANDKRUG - Hattens Gemeinderat hat auf seiner vierstündigen Sitzung am Donnerstagabend verschiedene richtungsweisende Beschlüsse getroffen. Der vielleicht wichtigste ist im Grunde genommen kein förmlicher Beschluss, sondern eine Willenserklärung, die am Ende der Sitzung fiel. Die Fraktionen wollen versuchen, künftig eine bessere Basis der Zusammenarbeit in den Ratsgremien zu finden. Vielleicht geht manches dann ja künftig sogar schneller. Hier eine Übersicht der Entscheidungen: • FEUERWEHR Für die nächsten sechs Jahre sind folgende Ortsbrandmeister und ihre Stellvertreter vom Rat einstimmig ernannt worden: Hergen Schütte und Birger Nehls (Dingstede), Jürgen Brumund und Torben Lüschen (Kirchhatten), Florian Hoffmann und Guido Harfst (Sandhatten) sowie Maik Schütte und Mark Seemann (Sandkrug). Ausgeschieden sind die Ortsbrandmeister Jürgen Dallmann (Sandkrug, nach zwei Amtszeiten), Mathias Waschka (Sandhatten, eine Amtszeit) sowie Volker Warfelmann (Dingstede, zwei Amtszeiten als Stellvertreter). • KUNSTRASENPLATZ Die fehlenden 100 ooo Euro für den Bau eines Kunstrasenplatzes — Gesamtkosten jetzt 1,1 Millionen Euro — werden über den ersten Nachtragshaushalt in diesem Jahr eingestellt. Die Entscheidung fiel überraschend einstimmig bei einer Enthaltung (Grünen- Ratsherr Michael Mayer) aus. Mit diesem „Kompromiss" (Bernhard Collin, CDU) wurde auch weiteres Konfliktpoten- Zial vermieden. Die Gemein- Nach der Ernennung der Ortsbrandmeister gab es ein gemeinsames Foto mit Hattens Bürgermeister, Stellvertretern sowie Rats- und Ausschussvorsitzenden. BILD: FADEMRECHT deverwaltung vertrat in der ursprünglichen Beschlussvorlage die Auffassung, die Mittel seien bereits durch steuerliche Mehreinnahmen und einen Verwaltungsausschussbeschluss gesichert. „Team Hatten"-Sprecher Walter Schleef hatte das angezweifelt und auf eine Aufnahme in den Nachtragshaushalt gedrungen. Unzufrieden sind am Ende weiterhin die unmittelbaren Anlieger des künftigen Kunstrasenplatzes. Es sei im Vorfeld leider nur mit ausgewählten Bürgern und zu einem Zeitpunkt, als noch ein anderer Standort geplant war, über das Projekt gesprochen worden, wiederholte Anwohnerin Christine Prokop stellvertretend in der Bürgerfragestunde die Kritik. Über den Nachtragshaushalt sind außerdem abgesichert worden: die Sanierung der Grundschulturnhalle Sommerweg (1 Million Euro) und die Schaffung dreier zusätzlicher Vollzeitstellen im Kita-Bereich. • HYBRIDE SITZUNG Auch wenn diese Gemeinderatssitzung in der Waldschulaula stattfand — künftig werden Ausschüsse und Rat wieder hybrid tagen. Das heißt, Mitglieder und Öffentlichkeit können übers Internet an den Beratungen teilnehmen, indem sie sich dazu schalten. Der neue Beschluss des Rates (22 Ja, sieben Nein-Stimmen) macht dies möglich. Die Regelung gilt für sechs Wochen bis zum 22. Mai. WAS DAZU NOCH WICHTIG IST Ehrenamtliche müssen kein Geld zahlen SANDKRUG/FA - Auf Antrag der SPD müssen hinzugewählte Abgeordnete, die wie die Ratsmitglieder für ihre Mitarbeit Tablets zur Verfügung gestellt bekommen, dafür keinen finanziellen Eigenanteil leisten. Der wäre aufs Jahr gesehen nämlich höher als die Sitzungsgelder, führte Lars Janßen aus. „Es kann doch nicht sein, dass Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, dafür noch Geld mitbringen müssen." Dieser Beschluss fiel einstimmig aus. Angepasst wird nach 18 Jahren außerdem die Jugendförderrichtlinie. Künftig soll es etwas mehr Geld, z. B. für Fahrten geben. Durch eine entsprechende Änderung eines älteren Ratsbeschlusses können in Zukunft auch Fraktionen und Gruppen, die im Verwaltungsausschuss als Mitglied vertreten sind, einen Vertreter in die Gesellschafterversammlung der Hatten Freizeit GmbH entsenden. Damit ist der Weg auch offiziell für das „Team Hatten" frei. Laut alter Fassung stand dieses Recht nur Parteien zur Verfügung. Folgende Anträge des „Team Hatten" sollen im nächsten Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt beraten werden: 1. der Ausschluss fossiler Brennstoffe in Bebauungsplänen für Neubaugebiete der Gemeinde Hatten und 2. Erarbeitung eines Solarkatasters für die Gemeinde Hatten. Eine Entscheidung über den Antrag, ob sich zukünftig der Gemeinderat öffentlich mit Anregungen und Beschwerden der Bürger bei öffentlicher Bedeutung befassen soll, ist noch nicht gefallen.



