Kritik am Plan: insgesamt enttäuschend


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4 Blick in den Auversle-Hamon-Platz und das angrenzende Grundstück (großes Bild): Synergieeffekte spielten bei der Planung offensichtlich keine Rolle, meinen Kritiker. Der Wegweiser am Bahnhof (kleines. Bild) wäre als zentrales Element für den Franzosenplatz geeignet, findet Edo Wübbenhorst. BILDER: FADEMRECHT Kritik am Plan: „insgesamt enttäuschend" DORFENTWICKLUNG Gestaltungsideen für Auversle-Hamon-Platz in Sandkrug überzeugen nicht alle VON WERNER FADEMRECHT SANDKRUG - Ein mit Graffiti beschmiertes Toilettenhäuschen, eine unübersichtliche Ein- und Ausfahrt, das Gelände selbst ein langer, unansehnlicher Schlauch: Der Auvers-le-Hamon-Platz ist unansehnlich und den Namen der Partnerschaft mit der französischen Gemeinde nicht wert. Nun gibt es konkrete Pläne, wie das Areal umgestaltet werden soll. Nach der öffentlichen Präsentation im Bauausschuss zeigt sich allerdings, dass längst nicht jeder von den Detaillösungen überzeugt ist. Unabhängig voneinander haben sich Edo Wübbenhorst (Sandkrug, Sprecher des Arbeitskreises Dorferneuerung) und Walter Schleef (Team Hatten) mit Kritik und Vorschlägen zu Wort gemeldet. Das Problem: Nachdem jahrelang das Projekt aus der Dorferneuerung in der Priorität immer weiter nach hinten gerutscht war, muss es nun schnell gehen, um die Zuschüsse nicht zu gefährden. Schon Ende Januar 2023 müssen alle Maßnahmen abgerechnet sein, so Christine Mül- 1er vom Planungsbüro (NWP). Gefragt, was er von den vorliegenden Plänen halte, redet Wübbenhorst nicht um den heißen Brei herum. „Insge- samt enttäuschend" nennt er das Ergebnis. Wichtige Aspekte, die in der Dorferneuerung diskutiert worden seien, fehl- VORENTWURF AUVERS.LE-HAMON.PLATZ kleine Sitzmauern pflegeleichte Waldvorpflanzung, Grundstücksrand zur Bebauung Wochenmarkt, insektenfreundliche Stauden und Schnitthecke Blumenzwiebeln Wohnmobilstellplätze mit Versorgungsrnlern und Entsorgu CD sonst Parken PKW 2. Beete mit Cortenstahleinfassung Drei Fahnenmasten Sichtschutzmauern mit Infofenstern Steil Parken PKW und E-Autos Pflastermuster Raute ents rechend Auvers-IaHamon pflegeleichte Waldvorpflanzung, insektenfreundliche Stauden und Blumenzwiebeln Pflastervorschlag (Kindergarten Hatterwüsting) Farbmix aus drei Farben — Dunkelgrau wird durch Braun ersetzt So sieht der Vorentwurf für die Umgestaltung aus. Sichtschutzhecke Erhalt vorheri Fahrradparken. auch E-Bikes latz Behinderte 10 Sandkrug GRAFIK: MEDIENGRAFIKSCHMIEDE BRÜNIWBIEDER Team-Hatten-Sprecher ten. Schleef seinerseits scheiterte bereits im Ausschuss mit seinem Antrag, die Gemeinde möge mit Anliegern des Platzes über mögliche Synergieeffekte reden. Ein- und Ausfahrt Die größte Kritik äußern beide Männer an der Ein- und Ausfahrt. Anders als ursprünglich angedacht, soll es nun doch keine Verlagerung auf die Achse des Mühlenwegs geben. Dadurch droht die Situation, gerade für Autofahrer, die vom Platz in Richtung Streekermoor fahren wollen, auch künftig unübersichtlich zu bleiben. Bei einem Projekt, das Fakten mindestens für die nächsten 25 Jahre schaffe, sei das unverständlich, findet Wübbenhorst. Schleef wiederum regt dringend an, das Nachbargrundstück mit in die Neugestaltung einzubeziehen und eventuell die Einfahrt auf den Platz von der Ausfahrt zu trennen. Pächter Arbab Khan (11 Salento) bestätigte der NWZ sein großes Interesse, eine Terrasse zum Auvers-Platz hin zu bauen. Er würde es deshalb begrüßen, wenn der Platz in dem Bereich offener gestaltet werden könnte. Fazit: Es braucht nicht nur eine Planung des Platzes, sondern den Blick über den Tellerrand hinaus. Kein Charakter Früher verlief die alte Schaftrift genau dort, wo jetzt der Platz liegt. Das sieht man ihm auch an. Es fehle in dem Plan an Hecken, Buschreihen, Bäumen oder auch Leuchten, die die langgezogene Fläche gliedern und einen optischen Abschluss bilden würden. Das müsse möglich sein, auch ohne künftigen Festen im Wege zu stehen, ist Wübbenhorst überzeugt. Es fehlen Blumen Für einen Platz, der an die Partnerschaft mit Frankreich erinnern soll, mangele es im Entwurf an entsprechenden Ideen, so Wübbenhorst. Er fragt: Wo soll das Ortsschild von Auversle-Hamon aufgestellt werden, das derzeit im Keller des Rathauses liegt? Wo soll das Fenster verbaut werden, das vom Partnerschaftskomitee aus Auvers mitgebracht wurde, um das Toilettenhäuschen zu „französisieren"? Statt der vorgeschlagenen Rautenmuster und Trikoloren sollte lieber über das Pflastern der deutschen und französischen Flaggen nachgedacht werden, außerdem über viel mehr Blumenbeete wie in Frankreichs „Village Fleur" (blumengeschmückten Städten). Und noch ein Detail regt der Sandkruger an. Der hölzerne Wegweisermast, der derzeit gegenüber dem Bahnhof steht und u. a. auf die 1006 km entfernte Partnergemeinde zeigt, könnte auf dem Auversle-Hamon-Platz viel besser zur Geltung kommen — vielleicht sogar als zentrales Element.



