Kritik an Plänen für neue Schulbezirke


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Kritik an Plänen für neue Schulbezirke 19.04.2023, 14:25 Uhr Zum Schuljahr 2023/24 will die Gemeindeverwaltung die Schulbezirke ändern, um Sandkrug zu entlasten und Kirchhatten zu stärken. Daran gibt es Kritik vonseiten der Eltern und Teilen des Rates. Grundschule -Streekermoor Neue Sorgen um den langfristigen Erhalt des Schulstandortes in Streekermoor: Eltern und Teile der Ratsfraktionen sind durch Pläne zur Änderung der Schulbezirke aufgeschreckt worden. Werner Fademrecht Gemeinde Hatten - Die Pläne der Gemeindeverwaltung, die Schulbezirke zum Schuljahr 2023/24 so zu ändern, dass 19 Schülerinnen und Schüler aus Hatterwüsting künftig die Grundschule In Kirchhatten besuchen müssten statt den Standort Streekermoor,
sorgen bereits im Vorfeld der Schulausschusssitzung am Donnerstag, 20. April, 17 Uhr für Aufregung unter den Eltern. Neben der persönlichen Betroffenheit, dass ihre Kinder künftig nicht zu Fuß oder mit dem Rad, sondern wohl mit dem Bus den Schulweg zurücklegen müssen, spielt wohl auch die Sorge vor dem völligen Verlust des Schulstandortes in Streekermoor eine Rolle. Sorge um Streekermoor „Sollten die Schuleinzugsbezirke so abgeändert werden wie nun geplant, würde das langfristig auf je eine Vierzügigkeit von Kirchhatten und Sandkrug hinauslaufen. Die Zahl der Kinder ist in einigen Jahren rückläufig, sodass dann Streekermoor als Außenstelle überflüssig werden würde. Damit wäre der traditionelle Grundschulstandort Streekermoor vor dem Aus", heißt es in einem Schreiben, das die NWZ-Redaktion kurz vor der Sitzung erreichte. Zumindest die Fraktionen der Freien Wähler und des Teams Hatten stehen den Plänen einer Anderung der Schulbezirke kritisch gegenüber. Es sei nicht nachvollziehbar, warum plötzlich ein Überschreiten der Vierzügigkeit am Sommerweg ein Problem darstelle, so Nicole Angele und Bernhard Collin. Diese Situation habe es in der Vergangenheit auch gegeben. Angesichts der aktuellen Prognose zur Bevölkerungsentwicklung, die ab 2028 von stark rückläufigen Zahlen bei den Kindern in Hatten ausgeht, warnen sie davor, den Standort Streekermoor zu schwächen. Container zu teuer Für das Team Hatten kritisiert Walter Schleef: „Ohne Not werden nur zwei Monate vor Beginn der Sommerferien die Planungen der Familien für den Schulbesuch ihrer Kinder von der Politik über den Haufen geworfen werden." Es würden gewachsene Freundschaften
zerstört, nur um verwaltungsrechtlich Kinder „umzusteuern". „Für uns ist es unvorstellbar, dass der Gemeinderat urplötzlich in einer Nacht und Nebelaktion in die Familien hineingreift." Schleef räumt allerdings auch ein: Mit dem Neubau der Grundschulen in Kirchhatten und in Sandkrug werde der Rat auch auf die Außenstelle Streekermoor schauen müssen. „Wird er mit Blick auf die Ganztagsschule, den erhöhten Anforderungen und dem begrenzten Budget der Gemeinde Hatten zukunftssicher sein? Das gilt es zu prüfen." Die Verwaltung begründet die jetzt angestrebte Änderung der Schulbezirke damit, dass das Landesschulamt ein erneutes Überschreiten der Vierzügigkeit am Standort Sandkrug, Sommerweg, nicht mehr zulassen will. Eine Container-Lösung, die sich dann über vier Jahre erstrecken würde, sei unter wirtschaftlichen Aspekten zu teuer und stelle auch aus Platzgründen ein Problem dar. Diesen Artikel teilen oder kommentieren



