Kunstwerkstatt am Borchersweg steht vor dem Aus


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Fehlende baurechtliche Grundlage: Kunstwerkstatt am Borchersweg steht vor dem Aus Nordwest-Zeitung Tweelbäke Kreativen Menschen einen Platz geben, im geselligen Miteinander gemeinsam oder eigenständig künstlerisch, handwerklich zu arbeiten. Überdies jüngeren und älteren Menschen aus Hatten und Umgebung einen Ort des Zusammenkommens und des sozialen wie auch handwerklichen Austauschs zu bieten. Mit dieser Vision haben Ilona Schumacher und ihr Sohn Maximilian Kuntze die 120 Jahre alte Backsteinhalle am Borchersweg 131 gekauft und sanierten diese, um sie vor dem Verfall zu bewahren. Doch nun steht das gemeinschaftliche Vorhaben auf der Kippe: Nutzungsrechtlich handelt es sich bei dieser Halle - obgleich mindestens über eine Dekade als gewerbliche Kfz-Werkstatt genutzt — um eine Lagerhalle auf landwirtschaftlichem Boden. Für die rechtlich nötige Nutzungsänderung muss zunächst ein Bauleitplanverfahren eingeleitet werden. Ein entsprechender Antrag der Initiatoren — nach dem Kauf — fand allerdings bei den Ratsmitgliedern keine Mehrheit. „In unserer Überzeugung, eine Bereicherung für die Region darzustellen, die dem öffentlichen Interesse nützen würde und durch ihre private Form der Bereitstellung nicht einmal öffentliche Gelder beansprucht, sind wir von der Ausübung der Gestaltungsaufgabe des Gemeinderats enttäuscht und bedauern die noch nicht ausreichende Unterstützung unseres doch erfreulichen Vorhabens", schreiben die Initiatoren. Duldung denkbar Eines der wenigen Ratsmitglieder, das ihnen in der jetzigen Situation zur Seite steht, ist Walter Schleef, Sprecher des Team Hatten. Er hält in der jetzigen, verfahrenen Situation eine temporäre Duldung auf Widerruf für
einen für alle Seiten gangbaren Kompromiss. „Solange niemand für diesen Bereich eine landwirtschaftliche Nutzung geltend macht, die durch die Kunstwerkstatt behindert würde, könnte man den Status quo doch belassen. Das würde niemandem weh tun. Die Gemeinde könnte so der Frau Schuhmacher und andere Künstler in dieser schwierigen Zeit unterstützen", schlägt er vor. Das Team Hatten hat allerdings nur eine Stimme im nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschuss, der an diesem Mittwoch, 30. November, seine Entscheidung fällen wird. Alle Interessierten an dem Projekt, den Initiatoren und vor allem der Kunst, sind eingeladen, am zweiten Adventssonntag, 4. Dezember, Metallkunst sowie Bilder der Werkstatt für Kunst und Design und des Ateliers „creARTivll kennenzulernen und womöglich ein exklusives Weihnachtsgeschenk zu entdecken. Geöffnet ist das Atelier in Streekermoor, Kleine Reihe 15a, von 11.30 bis 17 Uhr.



