Pressevon Simon Kiel

Neuer Verein und alte Probleme

Neuer Verein und alte Probleme
02.02.2022
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Neuer Verein und alte Probleme SPORTHALLEN Verteilung der Nutzungszeiten beschäftigt Verwaltung und Fraktionen VON WERNER FADEMRECHT GEMEINDE HATTEN - Welcher Verein darf wann die Sporthallen in der Gemeinde Hatten wie lange nutzen? Diese Frage barg in der Vergangenheit immer wieder ein gewisses Konfliktpotenzial, auch wenn selten etwas aus den Gesprächen zwischen großen und kleineren Vereinen nach außen drang. Mit dem Auftauchen eines neuen Vereins, der Sportfreunde Hatten-Sandkrug, muss der vorhandene Kuchen womöglich künftig an noch mehr Interessenten verteilt werden. Die FDP-Fraktion nahm das zum Anlass, in einem Antrag an den Rat ganz offiziell eine Neuregelung der Vergabekriterien für die Nutzung der Sportstätten und gemeindeeigener weiterer Einrichtungen anzuregen. Kriterien unbekannt Transparent und überprüfbar sollten die Kriterien sein, den Bedarf der Vereine angemessen berücksichtigen und künftig regelmäßig hinsichtlich ihrer Tauglichkeit überprüft werden, so der Vorschlag. In der Vergangenheit hat es immer wieder Unmut darüber gegeben, wie die Vergabe der kommunalen Sportstätten praktiziert wurde", so Fraktionsvorsitzender Stephan Möller. Diese sei als intransparent, nicht überprüfbar und ungerecht erlebt worden. Die genauen Kriterien scheinen in der Tat selbst den Ratsfraktionen nicht im Detail bekannt zu sein. Auch die Grünen sehen hier zumindest 9su Czo Die Sporthallen in der Gemeinde Hatten werden von vielen Vereinen und Sportarten genutzt: hier eine Szene aus dem Handball-Oberligaspiel der TSG gegen VT B Altjührden. BILD: ARCHIV einen Informationsbedarf. In der jüngsten Sitzung des Schul-, Bildungs- und Kulturausschusses bat deren Fraktionssprecher Johannes große Beilage um eine nichtöffentliche Information der Fraktionen. In die eigentliche Verteilung selbst sollte sich der Rat allerdings nicht einmischen, so seine Auffassung. SPD-Ratsfrau Derya Yildirim, auch Vorstandsmitglied der TSG Hatten-Sandkrug, warnte vor einer rein mathematischen Lösung. Dadurch würden kleinere Vereine eher einen Nachteil erleiden. Axel ebenfalls Brammer, SPD, sprach sich für den Erhalt des „funktionierenden Systems" aus. „Wenn Zeiten fehlen, müssen wir drüber reden." Online-Tool für Hallen Für mehr Transparenz sprach sich Andrea Porsch (Team Hatten) aus. Die Kriterien der Vergabe sollten dokumentiert und auch Vereinsmitgliedern zugänglich gemacht werden. Nicole Angele (CDU) betonte, die ihre Fraktion spreche sich für eine gemeinsame Konzeptentwicklung von Gemeinde und Vereinen aus. Speziell sprach sie die Möglichkeit eines Online- Tools für das Hallenmanagement an. Dies stehe in der Tat auf der Agenda, wenn auch Coronabedingt nach hinten gerutscht, bestätigte die Verwaltung. Bürgermeister Guido Heinisch versprach, mit allen Vereinen Gespräche zu dem Thema Hallenzeiten zu führen. Sobald sich etwas Konkretes ergebe, werde er die Ratsgremien informieren. Für die FDP eine ausreichende Perspektive: Ihr Antrag, der die Diskus- Sion initiiert hatte, wurde zurückgezogen und nicht mehr zur Abstimmung gestellt.

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