Osenzwerge bekommen neue Nachbarn


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Osenzwerge bekommen neue Nachbarn MITMACHAKTION Im Wald bei Sandkrug sind die ersten Waldwichtel aufgetaucht — Werden weitere folgen? VON WERNER FADEMRECHT SANDKRUG - Mit den Wichteln ist das so eine Sache. Kein Mensch weiß wirklich genau, wann sie wo zum ersten Mal aufgetaucht sind. Fakt ist, seit etwa zwei Jahren gibt es an verschiedenen Stellen im Land deutliche Hinweise auf sie. Kleine Türen, Bänke, davor ein Tischchen und viele andere Hinweise stehen mitten in Wäldern. Die kleinen Gesellen bewohnen Buchen, Eichen, Tannen. Da sind sie nicht wählerisch. Manch einer meint, dass möglicherweise auch die Menschen dahinterstecken. Wie auch immer, es macht sicher Spaß in der Natur auf Entdeckungsreise zu gehen. Zum Osenzwerge-WaId Zehn Kilometer südlich von Oldenburg liegt Sandkrug (Landkreis Oldenburg), nördlich von diesem Ort liegen die Osenberge. Vom Parkplatz auf Osenzwerqe IJald Andrea Porsch und ihre Tochter Kate haben begonnen, einen besonderen Wichtelwald in den Osenbergen anzulegen. Hund Harvey (Hintergrund) war auch mit dabei. BILD: FADEMRECHT dem Auversle-Hamon-Platz bis in den Wald kann man es hören: In der Weihnachtszeit klopft es an Baumstämmen, Zweige knacken und wer genauer hinschaut, kann etwas über den Waldboden huschen sehen. Hier in den Osenbergen leben die Osenzwerge. Und dieses Zwergenvolk würde sich freuen, wenn es wachsen kann. Die Kirchhatterin Andrea Porsch hat selbst vor zwei Jahren zum ersten Mal von einem Wichtelwäldchen in Ostfriesland gehört. Sie lädt alle Bürger und Bürgerinnen ein, „ihren" Zwerg im übertragenen Sinne in die Osenberge einziehen zu lassen, indem sie ihm eine ganz persönliche Behausung erschaffen. Gemeinsam mit ihrer Tochter Kate hat sie Ende vergangener Woche begonnen und die erste Wohnung ein paar Meter vom Platz entfernt eingerichtet. Ein knallrotes Schild weist den richtigen Weg zum „Osenzwerge-Wald". Ihre Hoffnung: Weitere Wichteltürchen, Gärten und vieles mehr werden in den kommenden Tagen entlang des durch Wollfäden ausgewiesenen Pfades hinzukommen, damit auch andere Menschen sich daran erfreuen können. Förster weiß Bescheid „Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Bäume nicht beschädigt werden, die verwendeten Materialien organisch sind und selbstverständlich kein Müll liegen gelassen wird", formuliert sie die Voraussetzungen. Gerade in der jetzigen Zeit, wo überall Weihnachtsmärkte und andere stimmungsvolle Veranstaltungen abgesagt werden müssten, wäre es doch schön, wenn Eltern mit ihren Kindern gemeinsam etwas unternehmen könnten. Vom Osenzwerge-Schöpfer Johannes Cernota (Sandkrug) hat sie sich vorher versichern lassen, dass die Osenzwerge sehr tolerant sind und nichts gegen Neuankömmlinge in ihrem Lebensumfeld hätten. Im Gegenteil, jeder wäre eine echte Bereicherung. Und da in Deutschland auch bei märchenhaften Dingen die Behörden und Gesetze nicht vergessen werden dürfen, sei an dieser Stelle betont, dass der zuständige Revierförster Justin Böning eingeweiht ist und grünes Licht gegeben hat. Die Aktion endet am 31. Januar 2022. In der ersten Februarwoche können dann die gebastelten Werke wieder eingesammelt werden. Initiator ist das „Team Hatten", für das Andrea Porsch im Gemeinderat sitzt. Für Fragen ist sie erreichbar unter der E-Mail-Adresse andrea.porsch@teamhatten.de.



